Von „Allem“ etwas – Berge, Seen, Meer und Kulinarik
- von Ivano Arcaro
- in Camping, Reisen
- an 26. Juli 2025

2012 waren wir schon mal hier und wollten auf die Zusspitze. Mit 2962 m ü.M. ist sie der höchste Berg in Deutschland. Den Gipfel teilt sie mit Österreich. Damals vermieste uns eine tiefliegende Wolke die Aussicht auf Bayern und Österreich. Die Sicht beschränkte sich auf knappe 3 m. Nun wollen wir es nochmals Wissen.
Mit der Zugspitze-Seilbahn fahren wir nun hinauf. Die Seilbahn ist eine Rekordbahn – zur Eröffnung am 21.12.2017 bricht sie drei Weltrekorde. Die Pendelbahn überwindet den weltweit größten Gesamthöhenunterschied von 1.945 Metern in einer Sektion und das weltweit längste freie Spannfeld mit 3.213 Metern. Dabei passieren die Gondeln die mit 127 Metern weltweit höchste Stahlbaustütze für Pendelbahnen.
Oben angekommen zeigt sich ein herrliches Panorama bei kühlen Temperaturen von 6º C. Im Tal hatten wir knapp 30º C. Runter gehts nun mit der Zahnradbahn zurück nach Eibsee.
Der Eibsee
Am Fusse der Zugspitze auf deutscher Seite bedindet sich der Eibsee. Er ist unumstritten einer der schönsten Seen der Gegend. Selbstverständlich spazieren wir um den See. Der Eibsee-Rundweg ist eine beliebte Wanderung, die um den gesamten See führt und etwa 8 km lang ist. Die Wege sind breit und eben, ohne nennenswerte Steigungen, was die Wanderung auch für Familien mit Kindern geeignet macht. Man braucht dafür ca. 2 Stunden. Es ist auch möglich, im Eibsee zu baden, daher können Badesachen mitgenommen werden.
Unsere nächste Etappe führt uns quer durch Österreich ins Südtirol. Nicht weit von Toblach befindet sich der Toblachersee mit einem schönen Camping-Platz. Hier bleiben wir eine Woche und unternehmen diverse Ausflüge. Unter anderem besteht die Möglichkeit mit dem Bus zu den legendären „Drei Zinnen“ (Link anklicken) zu fahren. Wir verzichten aber diesmal, weil wir im 2023 dies bereits gemacht haben und hier campiert haben.
Der Toblachersee lädt u.a. zu einer Umrundung ein.
Toblach
Cortina d'Ampezzo und die Tofana
Wer im Südtirol in einem Hotel oder einem Campingplatz logiert, erhält Gratis den Guest Pass Südtirol. Mit dem Südtirol Guest Pass kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel uneingeschränkt nutzen. Ausnahmen ist der Bus zu den „Drei Zinnen“ und in der Hochsaison den Bus zum Pragser Wildsee.
Wir fahren heute „Gratis“ nach Cortina d’Ampezzo. Cortina liegt zwar nicht mehr im Südtirol, sonder in der Provinz Belluno. Die SüdtirolCard ist jedoch bis hier gültig.
Von der Tofana-Bergstation hat man einen prächtigen Blick über die Dolomiten.
Passo Cimabanche
Der Passo Cimabanche (auf deutsch „Im Gemärk“) ist die niedrigste Verbindung zwischen Toblach (Dobbiaco) im Pustertal und dem berühmten Skiort Cortina d’Ampezzo. Wir waren mit unseren Motorrädern im Juni 2004 schon mal hier. Damals genossen wir „Polenta gebraten auf dem offenen Feuer mit Käse“, einfach köstlich. Dies möchten wir nun wiederholen. Im Restaurant angekommen, zeigte sich jedoch, dass der Ofen nicht angeheizt ist. Schade, es gibt aber auch andere leckere Gerichte.
Nach dem Mittagessen warten wir nun geduldig auf den Bus, der uns zurück zum Camping-Platz bringen soll. Mit 20 minütiger Verspätung sehen wir den Bus auf uns zufahren. Er fährt jedoch an uns vorbei und auf der Anzeige steht „Completto“ (Voll) !! Und jetzt, der nächste fährt erst in 2 Stunden, und wird er Platz haben? Wir nehmen es mit Humor und entschliessen uns einen Teil zu Fuss zurück zulegen, zumindest bis zur nächsten Haltestelle. Das wäre dann der Dürrensee, ca. 1¼ Stunden. Am Dürrensee angekommen, haben wir noch Zeit im Restaurent einen Apérol Spritz zu trinken, bevor der Bus kommt. Er kommt diesmal pünktlich und es hat noch Platz für uns. Alles richtig gemacht!
Pragser Wildsee
Der nächste Ausflug führt uns zum legendären „Pragser Wildsee„. Auf Social media wurde der Bergsee zu 100-tausenden gepostet. Unter anderen wurde dort die Serie „Die Bergpolizei“ mit Terrence Hill gedreht. Das führte dazu, dass in der Hochsaison bis zu 9’000 Besucher den See sehen wollen. So auch wir, wir nehmen jedoch den offiziellen Bus.
Wir sind nun wieder in Österreich, und zwar in Kärnten am Keutschachersee. Hier verbringen wir ein paar erholsame Tage ohne Stress und tausenden Touris.
Nun kommen wir zu einem Highligt unserer Camping-Tour. Wir fahren an die Adria nach Caorle. Caorle liegt zwischen Bibione und Jesolo. Dort werden wir unsere beiden Enkel mit Familie treffen. Sie logieren in einer Ferienwohnung und wir auf dem Campingplatz. Eine ganze Woche werden wir nun unsere Familien geniessen.
Dieser Campingplatz ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg ins bündnerische Engadin. Weil wir Ferien haben und nicht auf der Flucht sind, plane ich die einzelnen Etappen auf maximum 5 Stunden. Der Lago die Caldonazzo liegt etwa auf halber Strecke bis nach Samedan im Engadin, in der Nähe von St. Moritz.
Hier werden wir 3 gemütliche Tage verbringen.
Unsere vorletzte Etappe. Nebst Shoppen im teuren St. Moritz, lässt sich hier in den Bergen vorzüglich wandern.
Wir haben uns zwei Routen vorgenommen. Als erstes werden wir den Panoramaweg von der Bergstation Muottas Muragl bis zur Alp Languard erwandern. Die Tour dauert ca. 3½ bis 4 Stunden und benötigt mittlere Kondition, gutes Schuhwerk und Trittfestigkeit.
Die Tour beginnt an der Talstation Punt Muragl, direkt neben unserem TCS Campingplatz. Die Standseilbahn Muottas Muragl bringt uns auf eine Höhe von rund 2’456 m ü.M. Nun starten wir zur schönen Wanderung bis zur Alp Languard. Dort angekommen geniessen wir die Talfahrt mit der Sesselbahn bis Pontresina. Zurück zum Campingplatz nehmen wir den Ortsbus.
Die zweite Tour ist nicht mehr so anstrengend und führt uns vom Ospizio Bernina bis zur Alp Grüm.
Wir starten an der Bahnhaltestelle Punt Muragl Staz und fahren mit der Bernina-Bahn bis Ospizio Barnina. Hier beginnt die Route am Ufer des Lago Bianco, einem Stausee auf 2’234 m ü.M. Nach ca. 1½ Stunden erreichen wir die Alp Grüm. Von hier aus fahren wir mit dem legendären Bernina-Express zurück nach Punt Muragl Staz.
Kurzer Tripp nach St. Moritz
Der letzte Tag hier im Engadin nutzen wir mit einem Abstecher nach St. Moritz.
Die Reise neigt sich dem Ende zu. Wir fahren mit unserem Wohnmobil zum Stellplatz Lützelhof in Pfäffikon (SZ). Der Lützelhof ist ein Bauernbetrieb, welcher u.a. einige Stellplätze für Wohnmobile zur Verfügung stellt.
Am Abend machen wir uns auf den Weg zum Restaurant Da Frappa ins Nachbardorf Richterswil. Wir haben vor einiger Zeit einen Gourmet-Gutschein erhalten, den wir nun einlösen werden.
„Guten Appetit“
Obwohl die Portionen klein erscheinen, waren wir am Schluss übersatt!




















































































































































































Eine Antwort
Liebe Brigitte, lieber Ivano
Viele interessante, schöne Bilder hab ich wieder gesehen von eurer langen Reise.
Diesmal kannte ich nur das Engadin. Von den anderen Gegenden hab ich
viele schöne Eindrücke und bereichernde Texte begegnet.
Vielen Dank und bis zur nächsten schönen Reise!
Liebe Gruess vo Ruedi